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Biodiversität

Biodiversität ist das natürliche Erbe, welches wir zukünftigen Generationen als Vermächtnis hinterlassen. Biodiversität bedeutet "biologische Vielfalt" oder "Vielfalt des Lebens". Diese Vielfalt findet sich auf drei Ebenen:

  • Die Summe aller Arten. Dazu zählen alle Tiere, Pflanzen, Pilze, Mikroorganismen aber auch wir Menschen.
  • Die Lebensräume und Landschaften in denen diese Arten leben, zum Beispiel Wälder, Steppen, Wiesen, Seen und Meere.
  • Die Unterschiede im Erbgut innerhalb der Arten, die so genannte genetische Vielfalt. Je mehr Individuen desto grösser die Vielfalt des Erbgutes.

Was können wir tun?

Im täglichen Leben gibt es zahlreiche Möglichkeiten, zur Erhaltung der Biodiversität beizutragen:

  • Bevorzugen Sie beim Einkauf jene Produkte, die biodiversitätsfördernd hergestellt wurden:
    z.B. HOCHSTAMM SUISSE, BIOSUISSE, TerraSuisse, FSC-Holz, MSC-Fische, Naturaplan.
  • Bestücken Sie Ihr Balkonkistchen oder Ihren Garten mit einheimischen Pflanzen, legen Sie Kleinstrukturen an wieAst-, und Steinhaufen oder Nisthilfen für Wildbienen.
  • Bestimmen Sie eine Ecke in Ihrem Garten, die Sie ganz der Natur überlassen. Räumen Sie Äste und Laub nicht weg, lassen Sie wachsen was gedeiht, und in Kürze können Sie die Tiere beobachte, die sich angesiedelt haben.
  • Wilde und unregelmässig gepflanzte Sträucher stehen lassen. Diese bieten vielen Tieren Schutz und Lebensraum.
  • Das Praxishandbuch «Natur braucht Stadt – Mehr Biodiversität in Bern» enthält viele Ideen und Grundlagen zum Anlegen naturnaher Lebensräume in Gärten, Vorgärten, im Wohnumfeld, auf Balkonen oder Terrassen.

    Die Gemeinde Lyss unterstützt Aufwertungsmassnahmen wie bspw. Ast- oder Steinhaufen oder Strauchgruppen mit einem finanziellen Beitrag. Das Gesuchsformular dazu finden Sie hier:

    Gesuchsformular Aufwertungsmassnahme
    Asthaufen
    Steinhaufen
    Extensive Wiesen
    Praxishandbuch «Natur braucht Stadt – Mehr Biodiversität in Bern]

Exkursionen Fachgruppe Landschaft (FGL)

14.09.2021 - Ökologische Strukturen schaffen

An der diesjährigen Exkursion werden wir gemeinsam einen öffentlichen Garten im Siedlungsraum ökologisch aufwerten. Sie erhalten dabei einen Einblick, wie man im Garten selber ökologische Strukturen, wie Ast- und Steinhaufen, schaffen kann, und können gleich selber mitanpacken. Nach einer kurzen Einführung beim Sieberhuus spazieren wir während ca. 40 Minuten dem Lyssbach entlang, wo Sie Informationen zu bestehenden Kleinstrukturen erhalten. Danach können Sie beim Erstellen eines Ast-, bzw. Steinhaufens mithelfen. Um 20 Uhr schliessen wir die Exkursion beim Sieberhuus mit einer Bratwurst und Getränke ab.

Treffpunkt: 14. September, 18.30 Uhr, beim Sieberhuus in Lyss.
Anziehen/Mitnehmen: gute Schuhe, Handschuhe

Die Plätze sind beschränkt, melden Sie sich bitte bis am 4. September per Mail bau@lyss.ch oder telefonisch unter 032 387 0310 an.

Umwelttipps

Brennessel

Brennessel - Liebling aller Raupen
Schmetterlinge gehören für uns Menschen zu den beliebtesten Insekten. Rund 3700 Arten leben in der Schweiz oder sind regelmässig hier zu Gast. Wer mehr von ihnen sehen möchte, muss zunächst den Raupen einen Gefallen tun – zum Beispiel im eigenen Garten.

So zahlreich die Arten, so unterschiedlich sind die Ansprüche der Schmetterlinge an den idealen Lebensraum. Zwar hat der Bestand der häufigsten Sommervögel zuletzt wieder zugenommen, doch die seltenen Arten kämpfen mit schwindenden Lebensräumen. Immer mehr grossflächige und abwechslungsreiche Blumenwiesen werden überbaut oder landwirtschaftlich genutzt, Feuchtgebiete sind selten geworden. Nicht wenige Schmetterlinge sind zudem auf eine einzige Pflanze spezialisiert – zum Beispiel auf die Grosse Brennnessel. Die Raupen von rund 50 Schmetterlingsarten fressen sich mit Vorliebe an den uns lästigen Pflanzen satt, bevor sie sich verpuppen.

Wer also im eigenen Garten einen Flecken mit Brennnesseln stehen lässt, fördert nicht nur die Artenvielfalt rund ums Haus. Die Chancen stehen dann auch gut, dass im Sommer der Admiral, das Tagpfauenauge oder der Kleine Fuchs im Garten farbige Akzente setzen. Dass wir Menschen die Brennnessel nicht besonders mögen, ist ideal: So bleiben die Raupen ungestört. Trotzdem noch unsicher? Mit einer farbigen Schnur lässt sich der Busch zusammenbinden, damit gleich klar ist: Hier brennt es.

Übrigens: Auch mit dem täglichen Einkauf können wir Einfluss nehmen – Biolebensmittel werden ohne Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutz- und Düngemitteln produziert. Das freut alle Insekten, nicht nur die Schmetterlinge.

Neophyten

Neophyten sind vom Menschen eingeführte oder eingeschleppte Pflanzenarten, die ursprünglich in Mitteleuropa nicht heimisch waren. Die meisten Neophyten sind für die Artenvielfalt kein Problem. Einige Arten aber – die sogenannten invasiven Neophyten – vermehren sich sehr stark und überwuchern in rasantem Tempo auch Flächen, die unter Naturschutz stehen. Dadurch bedrängen sie die teils seltenen und bedrohten einheimischen Arten, und die Artenvielfalt und Biodiversität geht zurück. Vögel verbreiten z.B. die Beeren der Kirschlorbeerpflanzen aus den Gärten in die Wälder, wo sich die Pflanze dann auf Kosten der einheimischen Arten rasant ausbreiten kann.

Es gibt für die Schweiz eine sogenannte «Schwarze Liste» mit denjenigen invasiven Neophyten der Schweiz, die in den Bereichen Biodiversität, Gesundheit oder Ökonomie Schäden verursachen. Auf dieser Liste stehen Arten wie Buddleja, Kirschlorbeer oder Robinie.

Merkblatt Neophyten und standortgerechte Plfanzen

Japankäfer
Der Japankäfer ist ein neuer, sehr gefrässiger Schädling, der eine Bedrohung für Kultur- und Wildpflanzen ist und der im Kanton Tessin schon gefangen wurde. Wegen seiner Gefährlichkeit besteht beim Japankäfer eine Meldepflicht.
Der Japankäfer kann mit einheimischen Käfern leicht verwechselt werden. Je früher ein Japankäfer entdeckt wird, desto grösser sind die Chancen, ihn erfolgreich zu bekämpfen.

Tierwelt

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