Gemeinde Lyss
 

Gemeinde Lyss

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Ortsplanungsrevision

Liebe Lysserinnen und Lysser 

Der Grosse Gemeinderat hat am 18. Juni 2012 den neuen Zonenplan und das aktualisierte Baureglement für den Ortsteil Lyss beschlossen. Aufgrund des GGR-Beschlusses und der Einspracheverhandlungen wurde eine 2. Planauflage nötig. Die Bereinigung konnte anfangs 2013 abgeschlossen und die Planungsinstrumente dem Kanton zur Genehmigung eingereicht werden. Die neue Ortsplanung sollte demnach ca. Mitte 2013 in Rechtskraft erwachsen. Der Zonenplan und das Baureglement von Busswil bleiben unverändert. Die intensiven Planungsarbeiten an der Lysser Ortsplanung haben fast vier Jahre in Anspruch genommen, viele Lysserinnen und Lysser waren daran beteiligt:

  • Rund 40 Personen haben als ehemalige und aktuelle Mitglieder der Planungskommission oder gemeindeinterne Fachleute an der Planung mitgearbeitet.
  • Der Aktionstag anlässlich der Mitwirkung 2010 ist mit über 100 Teilnehmern auf reges Interesse gestossen. Rund 200 Mitwirkungseingaben wurden eingereicht.
  • Schon im Mai 2009 haben über 120 Lysserinnen und Lysser an zwei Workshops die räumlichen Entwicklungsziele von Lyss mitgeprägt.
  • Dass letztlich nur 18 Einsprachen gegen den Zonenplan und das Baureglement eingereicht wurden, ist sicher diesem breiten Engagement und den intensiven Diskussionen zu verdanken. 

Das Resultat lässt sich sehen:

  • Lyss soll auch in Zukunft wachsen, allerdings langsamer als in den vergangenen Jahren. Bis 2025 sollen rund 700 neue Wohnungen entstehen. Das klingt nach viel: Zwei Drittel davon braucht es aber schon nur, um die Bevölkerungszahl stabil zu halten, denn die Wohnfläche pro Kopf nimmt laufend zu. Die restlichen 240 neuen Wohnungen lassen die Lysser Bevölkerung um gut 500 Personen zunehmen. So ist sichergestellt, dass die Schulen und Infrastrukturen weiterhin gut ausgelastet sind. Auch aus kantonaler Sicht ist es richtig und wichtig, dass vor allem Regionalzentren wie Lyss wachsen, wo deutlich dichter gebaut wird als in den Landgemeinden und mehr Leute den gut ausgebauten öffentlichen Verkehr nutzen.
  • Der Kulturlandverlust für dieses Wachstum ist relativ bescheiden: Gut die Hälfte der geplanten Wohnungen findet in den noch bestehenden Bauzonenreserven Platz, insbesondere auf der Stiglimatt. Dank Umnutzungen und Verdichtungen (Gerber Areal, Wannersmatt, Hochhaus beim Lyssbachpark) kann nochmals ein Viertel der geplanten Wohnungen im bestehenden Baugebiet untergebracht werden. Nur 18% kommen auf neu eingezontem Bauland in den Gebieten Rossi, Alpenstrasse, Dreihubel und Seelandweg zu stehen. Dabei wurde auf eine gute Landschaftsverträglichkeit geachtet: Die Landschaftsgebiete bleiben unangetastet, die bestehenden Grünfinger werden auch weiterhin in die Siedlungsgebiete hineingreifen und für einen sorgfältigen Übergang zur Landschaft sorgen.
  • Mit der Ortsplanungsrevision entsteht ein breites Wohnungsangebot für unterschiedliche Bedürfnisse: Familien profitieren in der Stiglimatt von der Nähe zu Schulen und Sportanlagen. Ältere Lysser und Lysserinnen finden im Zentrum attraktive Wohnungen als Alternative zum grossen Einfamilienhaus. Gute Steuerzahler können sich am Rossiweg den Wunsch nach gehobenem Wohnen an bester Lage erfüllen.
  • Das Siedlungs- und Bevölkerungswachstum bringt mehr Verkehr mit sich. Das muss aber nicht zwingend Autoverkehr sein: Der neue Ortsbus und die guten Zugsverbindungen bieten eine Alternative zum Auto. Mit dem Verkehrsrichtplan werden die Bedingungen für den Velo- und den Fussverkehr nochmals verbessert. Längerfristig soll eine neue Verbindungsstrasse vom Grubenareal durch die Industrie Nord zur T6 den Ortskern teilweise entlasten.
  • Im Energierichtplan übernimmt die Gemeinde Lyss die ehrgeizigen Ziele der kantonalen Energiestrategie. Dank der Nutzung von industrieller Abwärme und von Umweltwärme aus Grundwasser und Erdreich soll der Erdöl- und Erdgasverbrauch in den kommenden Jahren massiv zurückgehen.  

Herzlichen Dank an alle, die zu dieser guten Planungsvorlage beigetragen haben! 

Andreas Hegg, Gemeindepräsident